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Tabakfeld

Tabakindustrie in Deutschland

Die Tabakindustrie mit einem weltweiten Umsatz von fast 714 Milliarden Euro ist eine hochprofitable transnationale Industrie. Den Tabakkonzernen ist sehr wohl bewusst, dass ihre Produkte süchtig machen und in vielen Fällen Gesundheitsschäden und sogar den Tod verursachen. Anstatt die durch Tabakprodukte verursachten Probleme zu lindern, untergräbt die Tabakindustrie die Initiativen, die darauf abzielt, das Rauchen und die damit verbundenen Schäden zu verringern. Nikotin macht Zigaretten süchtig, und das Rauchen von Zigaretten verursacht chronische Atemwegserkrankungen, Herzkrankheiten, Krebs und viele andere Krankheiten.

Deutschland, wie auch einige andere Länder haben Maßnahmen ergriffen, um das Angebot an Tabakprodukten einzuschränken. Diese bestehen hauptsächlich aus Bemühungen, den Verkauf an Kindern zu unterbinden und den Zugang zu diesem tödlichen Produkt generell zu reduzieren. Diese Maßnahmen werden von Tabakindustrie mit Widerstand aufgenommen. Die Zigarettenproduzenten passen sich an und versuchen die Auswirkungen dieser Eingriffe auf den Zigarettenkonsum zu minimieren. Obwohl die derzeitigen Bemühungen zur Eindämmung des Tabakkonsums nur schwache Auswirkungen haben, ist es unwahrscheinlich, dass die Gesellschaft den Verkauf von Tabakprodukten weiterhin tolerieren wird.

Die wichtigsten Zigarettenproduzenten in Deutschland

In Bundesrepublik waren 2019 circa 9.000 Menschen in der Tabakindustrie beschäftigt. Der Umsatz lag 2019 bei circa 22 Milliarden Euro.

Tabakindustrie im Vergleich zu den umsatzstärksten Branchen in Deutschland:

  • Automobilindustrie (Umsatz: 436 Mrd. €).
  • Maschinenbau (Umsatz: 229 Mrd. €).
  • Chemieindustrie (Umsatz: 203 Mrd. €).
  • Elektroindustrie (Umsatz: 190 Mrd. €).
  • Ernährungsindustrie (Umsatz: 185,3 Mrd. €).
  • Tabakindustrie (Umsatz: 22,49 Mrd. €).

Grafik Zigarettenproduzenten in Deutschland

Zu den wichtigsten Zigarettenproduzenten in Deutschland gehören:

  • British American Tobacco Germany GmbH, Hamburg.
  • Joh. Wilh. von Eicken GmbH, Lübeck.
  • JT International Germany GmbH (Konzern Japan Tobacco), Trier.
  • Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH, Hamburg.
  • Tabak- und Cigarettenfabrik Heintz van Landewyck GmbH, Trier.

Der durchschnittliche Erlös pro Person beträgt circa 96 Euro. Nach jahrelangen Absatzverlusten zeigte der Zigarettenabsatz wieder ein kleines Plus von 0,3 Prozent.

E-Zigaretten als Rettung für die Tabakindustrie

Immer mehr Raucher entscheiden sich für die elektronischen Zigaretten (auch bekannt als E-Zigaretten). Die Hersteller behaupten, dass E-Zigaretten viele der Gesundheitsrisiken des Tabakrauchens umgehen und eine gesündere Alternative darstellen. Obwohl diese Geräte einigen Menschen helfen können, mit dem Rauchen aufzuhören, gibt es immer mehr Beweise dafür, dass E-Zigaretten ernsthafte Gesundheitsrisiken bergen können, insbesondere für Menschen, die keine herkömmlichen Zigaretten rauchen.

Einige Zigarettenproduzenten, wie zum Beispiel Philip Morris, Reemtsma und JTI, bieten seit einigen Jahren auch E-Zigaretten an. Ein großer Markt sind E-Liquids für elektrischen Zigaretten, die in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten werden (wie Amarena Kirsch Joghurt Aroma, Arabian Nights Aroma, Amaretto Aroma). Allerdings ist dieser völlig neue Geschäftsbereich für die großen Tabakkonzernen wenig interessant. Diversifizierung funktioniert nur dann wirklich, wenn es einen Synergievorteil gibt, bei dem die Teile des Konglomerats davon profitieren, Teil des Ganzen zu sein. Es gibt keinen Vorteil für den Produzenten von E-Zigaretten sich mit einem Tabakkonzern zu fusionieren.

Fazit

Für einige Gesundheitsaktivisten ist die einzige Zukunft für die Tabakindustrie keine Zukunft. Trotz der Hoffnung der Gesundheitslobby wird die Tabakindustrie selbst die schwersten Rechtsstreitigkeiten überleben. Selbst die schlimmsten Urteile werden die Tabakindustrie nicht zerstören.

Nikotin wird in der Gesellschaft weiterhin weit verbreitet sein, und viele werden süchtig sein, aber das Risiko für die Konsumenten wird reduziert – zumindest wird die Möglichkeit zur Risikominderung zur Verfügung stehen.

Quellen: Deutscher Zigarettenverband, Statista. Bild: Bishnu Sarangi auf Pixabay.